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Die Perspektiven der Wellness- und Gesundheitswirtschaft glänzen weiterhin, sofern der Anbieter auf Qualität, Leistungs- und Veränderungen setzt. In den vergangenen 10 Jahren ist das Spa Business weltweit explosiv gewachsen. Ein Boom dieses Ausmaßes ist kaum von einem anderen Industriezweig erreicht worden – aber es schafft seine eigenen Probleme. In vielen der zahlreichen neu im Markt vertretenen Anlagen wird viel Geld in Hardware gesteckt, ohne sich mit den notwendigen betriebswirtschaftlichen Notwendigkeiten und den damit verbundenen Mitarbeiterressourcen auseinander zu setzen.
Vorbei sind die Zeiten, in denen es genügte, ein Pool, eine Sauna, ein Whirlpool, ein paar Fitnessgeräte und unspezifizierte Massagen in einen Topf zu werfen, und die Gäste fanden es einfach wunderbar. In jüngerer Zeit setzen sich vor allem die Wellnessanlagen durch, die über Konzeptions- und Führungsstärke verfügen.
In vielen Fällen fehlt es an der letztlich entscheidenden Erfolgskomponente des Mitarbeiters sowie deren Aufgabenbereiche. Vor allem exzellent Fachkräfte sowie gut ausgebildete Manager sind im Spa Business schwer zu finden. Da der Bildungs-Markt gegenwärtig noch kein überzeugendes und einheitliches Berufsbild eines Spa Managers geschaffen hat, ist der Hotelier oftmals auf sich selbst angewiesen und überlässt den Bereich im Großen und Ganzen sich selbst, was häufig zu unerwünschten Ergebnissen und der „Verstiefmütterlichung“ des Wellness-Bereiches inklusive der dort tätigen Mitarbeiter mit den dazugehörigen negativen Folgen führt.
60.000,- bis 90.000,- € Umsatz pro Wellnessmitarbeiter ist an Hotels attraktiver Standorte eine Größenordnung, die heutzutage in guten Wellness-Hotels als „normal“ anzusehen ist. Neben vielen weiteren Faktoren ist ein solches Ergebnis abhängig von Preisgefüge, der Arrangementgestaltung sowie dem Raumkonzept der Anlage.
Auslastungsquoten von Raum und Mitarbeiter, der Umsatzfaktor pro Gast sowie der durchschnittliche Umsatz pro Mitarbeiter sind wesentliche kalkulatorische Erfolgskriterien, die von den Abteilungsverantwortlichen beobachtet werden müssen und in der optimalen der Personalstruktur ihren Niederschlag finden sollten. Das Angebotsspektrum und die Raumkonzeption werden im Wesentlichen von der Zielgruppe bestimmt, die angesprochen werden soll.
Erfolgreiche Anbieter führen ihre Wellnessabteilung mittels professioneller Führung und Betreuung sowie dem Aufbau eines gastorientierten Mitarbeiters.
Der ganzheitliche Ansatz des Wellnessgedankens sollte sich im gesamten Gebäude mit all seinen Nebenbereichen widerspiegeln und beim Gast zur Wahrnehmung einer steten Erlebnisqualität führen. Jene Anbieter, die sich auf professionelle Weise insbesondere mit den Themen Angebotsgestaltung, Mitarbeiter, Controlling und Qualitätsmanagement auseinander setzen, werden an den positiven Zukunftsprophezeihungen einschlägiger Experten teilhaben: Wellness ist nicht ein Trend, sondern gehört zur Lebenseinstellung unseres Gastes.
Herta Wieser Hotel & Tourism Consulting Michaeler & Partner
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